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Gruesse aus der Grossen Stadt

„Nackt-Scanner“: was soll das noch?

Oh, super: die Träume pubertierender Jungs wurden erhört, und es gibt endlich eine Maschine, mit der man durch Kleidung durchsehen kann!

Leider ist das Ding zu unhandlich um es heimlich mit in den Sportunterricht nehmen zu können und soll statt dessen bei Flughafenkontrollen eingesetzt werden.

Davon verspricht die EU sich einen zusätzlichen „Sicherheitsgewinn“. Die Preisfrage ist aber doch: was gibt es da denn noch zu gewinnen? Es gab doch keinen Anlass zu glauben, dass die ohnehin überzogenen und übertriebenen jetzigen Personenkontrollen an Flughäfen nicht ausreichen würden?

Blanker Unfug. Und ein weiterer Eingriff in die Privatsphäre.

Nein, danke.

Überall soll alles und zwar immer mehr überwacht werden. Das Versprechen lautet „mehr Sicherheit“. Setzt das nicht voraus, dass wir derzeit eine wahnsinnige Unsicherheit haben? – Das geht doch leider etwas an den Fakten vorbei.

Wir kriegen diese ganzen tollen Überwachungsmaßnahmen lediglich aus zwei Gründen:
1. unser Innenminister ist ein paranoides ehemaliges Attentats-Opfer. Mein Mitleid – nein, wirklich! – aber sollte so jemand dann Innenminister sein?
2. Die „Sicherheitsbranche“ ist ein großer, GROSSER Industriezweig. Paranoia lohnt sich also, finanziell, und wir wollen doch unsere Wirtschaft fördern, nicht wahr?

Es wäre schön, wenn trotzdem noch etwas Privatsphäre übrig bliebe.. |-|

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  1. Thorsten

    …und jemand mal anfinge zu realisieren, daß Ausgaben für Sicherheit keine Investitionen sind (die sich irgendwie rentieren könnten), sondern lediglich ausgegebenes Geld (anders als /Investitionen/ in Bildung, Forschung, meinetwegen sogar Industrie und Banken)…
    Außer den Eigentümern von EADS, Krauss-Maffei etc. ist mit diesen Ausgaben also niemandem geholfen. *sigh*

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