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Gruesse aus der Grossen Stadt

Autor: nils (Seite 2 von 46)

(Mein) Aktuelles Buch: Terry Pratchett, “Snuff”

Hurra und zurück zur Scheibenwelt!

Commander Vimes hat Urlaub und klärt dabei Morde auf – was, sonst. Spannend, lustig, gehaltvoll und streckenweise weise, Alzheimer hin, Alzheimer her, der Meister hat’s noch drauf! Die Bücher kommen jetzt nicht mehr so schnell wie früher, aber so lange sie weiter so gut sind, habe ich hoffentlich noch viele schöne Scheibenwelt-Stunden vor mir!

Fazit: Kaufen! Lesen! Schnell!

(Mein) Aktuelles Buch: John Scalzi, “Old Man’s War”

Zeitreisen sind anstrengend, besonders, wenn man sie noch nicht unternommen hat!

So sagte Jens, dass ich ihm dieses Buch einmal empfohlen hätte, weshalb er es sich gekauft und gelesen hat. Nur kann ich mich weder an das Buch noch an den Autor erinnern, und es stand auch noch nicht bei mir im Bücherregal!

Bevor jetzt also die Zeitpolizei vorbeikommt und Ärger macht, habe ich das Buch schnell gelesen und mich über ausgezeichnete, schnelle, direkte Science Fiction gefreut! Ein gutes, kurzweiliges Buch, und ich werde sicher noch mehr von dem Autor lesen!

Danke Jens! – Und nils… 🙂

(Mein) Aktuelles Buch: Douglas Coupland, “Player One”

Mal wieder geht bei Douglas Coupland die Welt unter. Dagegen ist im Prinzip nichts einzuwenden, die besten Vonnegut Bücher behandeln zum Beispiel Weltuntergänge. Aber dieses Buch ist uninspiriert und hat kein Ende. Nach einer interessanten Exposition stirbt irgendwann eine der Charaktere, und erklärt, was dann passiert wäre, hätte der Herr Autor die Güte besessen, das Buch zu Ende zu schreiben.

Im (langen!) Anhang gibt es dann ein Glossar mit neuen Begriffen zu unserer Zeit, wie sie schon bei Generation X erfolgreich waren. Leider sind sie nun nur noch müde, zu bemüht und zu langatmig.

Ich hoffe, dass Coupland irgendwann mal wieder ein richtiges Buch schreibt. Mit Herz und Hand und Hirn, und nicht nur zum Bezahlen der Miete.

Ich werde die nächsten jedenfalls nicht mehr blind kaufen. Der Drops ist vorerst gelutscht. 🙁

(Mein) Aktuelles Buch: Steven Levy, “In The Plex”

Wie funktioniert Google? Wie ticken die Menschen dahinter? Wie fing alles an?

Steven Levy recherchierte gründlich und führte Unmengen an Interviews mit Googlern und Ex-Googlern und schrieb ein ausgezeichnetes, ausgewogenes und fundiertes Buch über die Garagenfirma, die jetzt ein Weltkonzern ist. Wer wissen möchte, wie Google tickt, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt.

Gegen Ende wird es etwas fahriger, bleibt dabei aber weiter interessant und flüssig zu lesen. Das Problem ist nun mal, dass Levy die Geschichte schrieb, während sie noch läuft und sich ständig weiter entwickelt. Da fällt es schwer, den Absprung zu finden..

Und bevor jemand enttäuscht ist: der Welterfolg Android wird nicht sehr ausführlich behandelt! – Aber vielleicht gibt es bald eine erweiterte Neuauflage..

(Mein) Aktuelles Buch: Burkhard Spinnen, “Bewegliche Feiertage”

Essays und Reden. Großartig. Dieser Blog-Artikel lag hier nur zu lange herum, um noch (fast ein halbes Jahr später) etwas sinnvolles und detailliertes zum Inhalt zu schreiben. Ich veröffentliche das hier trotzdem, der Vollständigkeit halber.

Lest selbst! – Burkhard Spinnen lohnt immer, wenn man mal seinen Kopf etwas bewegen möchte. Zudem findet man ihn häufig auch mal bei dem freundlichen Buchladen, der immer noch 2001 heißt, obwohl das so „letztes Jahrhundert“ klingt.

– Großartiges Gehirnjogging!

(Mein) Aktuelles Buch: David Mitchell, “The Thousand Autumns of Jacob de Zoet”

Dieses Buch kaufte ich blind aufgrund einer Empfehlung von Douglas Coupland, glaube ich, gelesen in seinem Twitter-Stream. und es enttäuschte nicht: die Geschichte spielt um 1800 herum in einer Handelsenklave der Niederländer in Nagasaki und ist eine faszinierende Geschichte aus und über die damalige Zeit, aufeinander prallender Kulturen, Verständigung und Missverständnisse, Intrigen und Freundschaften. – Und teilweise auf Tatsachen beruhend!

Meine Empfehlung: Lesen!

Und für Sprach-Geeks gibt es nebenbei genug nachzudenken: ein Buch auf Englisch, welches die Kommunikationsprobleme von Holländern und Japanern beschreibt, die vor über 200 Jahren spielt! – Da sind so viele ..Herausforderungen drin enthalten, dass es eine Freude ist: wie authentisch ist denn die „Übersetzung“ ins Englische im Buch, das wir lesen, sowohl des japanischen, als auch des niederländischen? Und wie gut lässt sich Sprache von vor 200 Jahren überhaupt mit der selben Bedeutung in unsere moderne Sprache „übersetzen“, oder „transportieren“?

Man kann sich solche Gedanken aber auch klemmen und einfach nur die Geschichte genießen… 😉

(Mein) Aktuelles Buch: Christopher Moore, “Lamb: The Gospel According to Biff, Christ’s Childhood Pal”

Ich muss zugeben, dass ich das Buch schon einige Male in Betracht gezogen habe, dann aber wegen des bekloppten Zweittitels wieder weggelegt habe, der irgendwie so klamaukig klingt, wie der Titel einer Episode einer amerikanischen Comedy-Serie. Dann gab es bei reddit mehrere Empfehlungen dazu, und ich habe es dann doch gelesen – und nicht bereut!

Biff, Jesus‘ Sandkastenkumpel, wird in unserer Zeit von einem Engel wiederbelebt, um sein Evangelium zu schreiben, vor allem über die Tage bis zu Jesus großen und auch bekannten Auftritten im neuen Testament. Dort (wenigstens in zwei Evangelien) wird Jesus geboren, und ist dann mit einem mal um die 30, und wir erfahren nichts darüber, was bis dahin passiert ist. Dies will / soll Biff ändern- und man staunt beim Lesen, was man alles verpasst haben könnte! Das Buch ist witzig, schlau und streckenweise sehr philosophisch. Das einzige, was man ihm vorwerfen kann, ist, dass der Autor vielleicht doch etwas zu sehr Rücksicht auf die Gefühle und Befindlichkeiten von Gläubigen Rücksicht nimmt, und sich manchmal zu sehr Mühe gibt, nicht blasphemisch zu werden, aber darüber kann man großzügig hinwegsehen.

Ein sehr gutes Buch! – Ich kann es nur empfehlen!

Silvana Koch-Mehrin: Ende der Doktorspiele, aber weiter MEP?

Ach, Mensch. Ich hielt sie ja vorher schon für strunz-doof, aber das jetzt:

Die zusammenkopierte Doktor-„Würde“ wurde ihr aberkannt, und nun prüft sie „juristische Schritte“, anstatt mal mea culpa zu sagen und alle Konsequenzen zu tragen, „wie ein Mann“ – was Gutti auch erst zwangsverordnet wurde (eher ein „Männchen“, also).

120 Plagiate auf 80 Seiten? – Sehr schön, Frau Koch-Mehrin, ist ja gut gelaufen!

Richtig ist natürlich, dass da die Prüfer der Arbeit schon nicht sorgfältig genug gearbeitet haben, aber trotzdem: das war Schwindel bis Betrug, und auch wenn unseren Volksvertretern eben das generell gerne nachgesagt wird, sollte es spätestens bei Offenlegung zum Rücktritt von allen Ämtern führen.

Mitglied des europäischen Parlaments möchte die „Dame“ aber bleiben. War es nicht aber so, dass das etwas war, worin sie ohnehin besonders schlecht war? Jedenfalls war sie nie da, wenn ich das richtig erinnere..

Silvy-Häschen: pack die Sachen, mach was Neues. Geh‘ mit den Göttern, aber geh‘!

(Ich wollte sie auf ihrer duften Homepage selbst dazu auffordern, aber Kommentare sind da nicht erlaubt. In ihrem vorletzten News-Artikel vom 6. April – wo die Diskussion schon in vollem Gange war, sie sich aber weigerte, sich dazu zu äußern – steht immer noch großspurig „Dr.“ SKM. Sicher ein Versehen, dass das noch nicht korrigiert wurde. Meine Email an den verantwortlichen der Seite ist schon raus…)

Koffein als Halluzinogen?

Wie Wissenschaftler der La Trobe University in Victoria, Australien, herausgefunden haben wollen, fördert der Genuss von Kaffee zusammen mit einem stressigen Lebensstil Halluzinationen!

Bei einem Test mit 92 Probanden sollten diese sich „Weißes Rauschen“ anhören, und immer dann Bescheid geben, wenn sie darin „White Christmas“ hörten. Bei Koffein-Junkies mit Stress passierte das um einiges häufiger als bei anderen.

– Der Song wurde übrigens nie gespielt.

Ich muss darüber erst einmal bei einem Kaffee nachdenken..

[Den Bericht und mehr Informationen über die La Trobe University (La– was?? wo?) findet sich hier.]

Elbjazz: was für ein Spaß, mal wieder!

Das war wieder mal feinste Musik, und wieder mal nicht so gute Organisation..

Am Freitag habe ich von halb sechs bis exakt sieben Uhr (pünktlich zum Konzertbeginn) gebraucht, um von den Landungsbrücken mit Shuttle-Barkassen bis zur MS Bleichen zu kommen. – Einfach war das nicht!

Dort dann aber in vorderster Reihe im bequemen und für mich von Freunden freigehaltenen Lümmelsessel das Konzert genossen. Mein Entree muss extrem VIP-mäßig gewirkt haben, denn gleich nach Konzertende hatte ich ein Kamerateam des Lokalsenders an den Hacken, die genau wissen wollten, was ich am Konzert genau gut fand. Meh.

Danach dann wieder auf Barkassen gewartet, und exakt zu spät für Kurt Elling auf dem Blohm & Voss Gelände angekommen. Bei Charlie Haden Quartet West in der Maschinenhalle war kein reinkommen mehr, also warteten wir auf die Nighthawks, die dann auch großartig waren. Danach gab’s noch Klaus Doldingers Passport, und der alte Mann hatte a) ein sehr, sehr schlecht sitzendes Sakko, und b) ziemlich gerockt! Das Jammen zum Schluss mit einem mir unbekannten schwarzen Herren war dann noch ein prima Bonus (Gregory Porter, lernte ich gerade!).

Samstag wieder genau rechtzeitig, diesmal zum Tingvall Trio und sehr schlechtem Sound, in der Maschinenhalle angekommen, und sogar noch einen Sitzplatz bekommen. Wäre der Klang nicht so schlecht gewesen, wäre es wirklich gut gewesen!

Danach spielte wiederum Klaus Doldinger auf der Hauptbühne, jetzt aber mit Nils Landgreen, begleitet von Lars Soundso am Bass und dem Mann, dem wir die Titelmusik der Sesamstrasse verdanken, Ingfried Hoffmann an den Tasten. Großes Kino, und zu Doldingers 75.(!) gab’s noch ein paar Anekdoten aus seinen gefühlten 100 Jahren im Jazz-Geschäft.

Leider begann zu diesem Zeitpunkt auch der Regen, der mal stärker, mal schwächer, den Rest des Abends begleitete. Auf dem Weg zwischen zwei Konzerten fragte mich eine Schwäbin, ob es in Hamburg häufig regnete. Ich antwortete mit ernstem Gesichtsausdruck: „Welcher Regen?“

Darüber wird sie sicher noch eine Weile nachdenken.. 😉

Bimbache openART feat. Torsten de Winkel & Maria Merida auf der Spitzenbühne begann grauenvoll: erst ein Vortrag über das Hippie-Leben als Jazzer auf den Kanaren, dann ein behinderter Junge, der (wirklich gut) ein spanisches Wiegenlied vortrug, in dem von einer Frau berichtet wird, die ihr Kind wiegt und umsorgt, und erst (viel) später feststellt, dass es schon lange tot ist.

Danach wurde es aber wieder besser, und musikalisch auch gut!

Paolo Nutini hörte ich nur im Vorbeigehen, fand ich aber auch nicht so interessant. In der Maschinenhalle gab es später noch Nicola Conte, mit besserem Sound als beim Tingvall Trio, aber insgesamt nicht allzu spektakulär.

Zum Abschluss gab’s dann die Nils Landgreen Funk Unit, und nachlassenden (pst! – Nicht den Touris petzen!) Regen und ein rundum gelungenes Konzert.

Elbjazz? – Nächstes Jahr wieder! Vielleicht werden dann die Shuttle Verbindungen besser, und man muss nicht mehr ewig auf ein Bier oder was (überteuertes) zu essen warten!

Das wäre schön! – Aber ich komme in jedem Fall wieder.

 

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