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Gruesse aus der Grossen Stadt

Kategorie: Allgemein (Seite 1 von 2)

Es war einmal die „Feldpost“!

Erinnert sich noch jemand an meine alte E-Mail Kolumne, die Feldpost?

Die Spannung steigt: die Feldpost wird posthum als Buch veröffentlicht! – Später an dieser Stelle mehr, wenn der erstaunte und (mittlerweile etwas ältere) Leser sich sagen hört: „Feldpost – Grüße aus der Heimat!? – Endlich!“

Watch this space! 🙂

Die Feldpost:

Gedanken über Schimmelkulturen, merkwürdige Begebenheiten in der örtlichen Fußgängerzone, primitive Vatertagsrituale, Tuschkastenfarben, der Autofreie Sonntag, Unmengen an Unnützem Wissen und vom Zaun fallende Katzen.
All das verdient es, mit weit geöffneten Augen betrachtet zu werden, um dann Fragen, die uns schon immer auf der Seele brannten, zu stellen und nach Möglichkeit auch zu beantworten.
Im Herbst 1997 begann der Autor die Feldpost per Email an Bekannte und Freunde zu versenden, die sich nach der Schule zum Studium und Arbeiten über die ganze Welt verteilt hatten.
Die Feldpost war eine Kolumne von der >Heimatfront< (darum auch >Feldpost Hier sollte den Exilanten berichtet werden, wie der Alltag in der Heimat damals aussah, und Uneingeweihte sollten erfahren, dass auch in Pinneberg ein lebenswertes Dasein möglich ist. Vieles gilt bis heute, anderes ist Geschichte. Der Leser mag selbst entscheiden.
Die im Buch versammelten Ausgaben haben einen losen Rahmen: den Weg des Feldpostlers von der Provinz in die Große Stadt. Abgerundet wird das Ganze mit einigen Feldposts, die tatsächlich aus dem Feld kommen, nämlich aus dem ländlichen (Südwest-) Australien!

Mein neuer Kühlschrank

Ich habe einen neuen Kühlschrank, und das ist eine Gute Sache(tm)!

Der neue ist schön groß, allein der Kühlschrank-Teil ist fast doppelt so groß wie der alte, dazu noch ein großes Kühlfach mit drei Fächern – das ist alles eine feine Sache!

Nur eine Herausforderung stand noch bevor: die Türangeln mussten von rechts nach links verlegt werden! So fand ich also heraus, dass eine Gebrauchsanweisung für einen Kühlschrank durchaus manchmal seinen Sinn haben kann. Vermutet man darin eigentlich nur informative Berichte darüber, wie man die Tür auf und wieder zu macht, und eidestattliche Versicherungen dazu, dass das Licht auch wirklich ausgeht, wenn man die Tür schließt, so fand sich in meiner siebensprachigen(!) Gebrauchsanweisung auch ein Kapitel über das Wechseln der Scharniere.

Dazu wurde ein Bild dargestellt, dessen dargestelltes Objekt nahezu, aber nicht vollständig ohne Ähnlichkeiten mit meinem Kühlschrank auskam. – Anhand dessen sollte man nachvollziehen können, wie man vorzugehen hat.

Die deutsche Beschreibung verwendete zwar deutsche Vokabeln, machte allerdings keinerlei Sinn. Jedenfalls nicht im Deutschen. Aber gut: wozu hat man diese teuren Schulen besucht, dann also den selben Text noch einmal auf Englisch nachlesen, und sicherheitshalber auch noch auf Französisch.

Das war alles sehr interessant! – In der deutschen Version sollte man von oben aus anfangen etwas zu tun. Bei der englischen sollte man unten ansetzen. Die Franzosen wollten sich nicht so festlegen, vermutlich weil Franzosen sich eh nicht an profane Vorgaben aus Gebrauchsanweisungen  halten.

Ich habe mich denn an den englisch-sprachigen Ansatz gehalten, und das klappte dann auch recht gut. Warum die Firma Severin aber alle andere Benutzer mit alternativen Ansätzen versorgt, ist mir schleierhaft.

Vermutlich war das keine Gebrauchsanweisung, sondern Prosa, und ich habe das alles nur nicht richtig verstanden.

Das Schreiben von Gebrauchsanweisungen als Sozialkritik? Auch das wäre möglich. Oder das ist eine Marketing-Idee, und wenn man anruft um sich zu beschweren, wird einem mitgeteilt, dass man doch bitte „cool“ zu bleiben hätte, was einem mit so einem schicken Gerät schließlich leicht fallen dürfte – zu welcher Seite auch immer die Tür sich öffnet.

(Mein) Aktuelles Buch: lizvlx und Hans Bernhard, “UBERMORGEN.COM”

UBERMORGEN ist ein Kunst-Projekt, dass hier einige der Aktionen der vergangenen Jahre vorstellt.

Und das waren viele: der An- und Verkauf von Wählerstimmen im US-Wahlkampf oder Google Will Eat Itself, wo Google-AdWords-Erträge genutzt werden, um Aktien von Google zu kaufen, um nur zwei zu nennen.

Kunst? Hacktivism? Anarchismus?

Ich sag mal: ja.

Lesen!

(Mein) Aktuelles Buch: Steven L. Kent, „The Ultimate History Of Video Games“

Wunderbar! – In diesem Buch gibt es wirklich die ganze Geschichte, mit viel Original-Tönen von Personen, die die Spiele entworfen haben und/oder Unternehmen der Branche lenken oder gelenkt haben. Jedem Fan von Videospielen sehr zu empfehlen, besonders den Älteren, vielleicht, die interessiert, wo der Automat im Imbiss um die Ecke in den 80ern eigentlich herkam! – Aber natürlich auch für die jüngeren Freunde der modernen Blinkenlights-Konsolen..

– Heute bin ich in der U-Bahn von Casey auf das Buch angesprochen worden. Casey lehrt zum Thema an einer amerikanischen Hochschule, und arbeitet derzeit in Hamburg an Browserspielen, wie ich lernte. Für seine Studenten ist das Buch das Standardwerk, und er war erstaunt, in Hamburg Menschen zu treffen, die den dicken Wälzer ebenfalls und dazu noch freiwillig lesen!

Zynismus vs. Sarkasmus

Da dachte ich doch all die Zeit ich wäre ein Zyniker! Aber: nicht so.

Die Allwissende Müllhalde lehrt:

Heute bezeichnet man als Zynismus zum einen eine Haltung, die in (oft absichtlich) verletzender Weise die Wertvorstellungen anderer herabsetzt oder missachtet, und zum anderen auch eine Haltung, die moralische Werte grundsätzlich in Frage stellt (und sich darüber hinaus manchmal auch über sie lustig macht). Auch eine hieraus folgende berechnend-amoralische Einstellung und Verhaltensweise kann Ausdruck dieser Haltung sein. Zynismus kann Folge und Anzeichen von Resignation sein. (Ein Zyniker ist jemand, der Ideale hat, aber zu wissen glaubt, dass sie nicht realisierbar sind.)

[…]

Zynismus wird sehr oft fälschlich als Synonym zum Sarkasmus verwendet. Während letzterer aber nur bitter-schwarzhumorige Aussagen bezeichnet, geht Zynismus eigentlich hierüber hinaus und bezieht sich auf den Charakter und die Weltsicht eines Menschen. Sarkasmus ist also nicht unbedingt eine Äußerung von Zynismus (so wie nicht jede boshafte Aussage ein Ausdruck von Bösartigkeit sein muss).

Wieder was dazugelernt! – Ich bleibe bitte bei bitter-schwarzhumorig, das genügt mir.

Und wo lernt man sowas? Richtig: bei Max Goldt! – Danke, Herr Goldt! 🙂

L’oreal Men Expert Deo: Verwirrung total!

Der Herr Ballack, der sollte sich ja mit Schwitzen auskennen: bin ich nun Kapitän der elf Nationalschlümpfe, oder bin ich es nicht? Kann ich dieses Jahr noch zehn Meter am Stück ohne Verletzungen laufen? Wohin mit den ganzen Penunsen, die ich trotzdem bekomme? – Solche Fragen heizen ganz schön ein, ganz klar, und wenn’s gut läuft (ha! – wenn’s Ballack denn wieder liefe!) kommt ja auch noch Sport dazu, wo man noch das ein-oder-andere Schweißtröpfen vergeuden kann, und wenn das dann riecht, dann wäre das auch nicht so dufte!

Also hat Herr Ballack, sozusagen in Notwehr, einen Werbevertrag mit L’oreal Men Expert Deo abgeschlossen. Dieses Deo gibt es in drei Geschmacksrichtungen, nämlich „High Performance“ (für starkes Schwitzen, schätze ich), für „Empfindliche Haut“, „Anti-Ränder, Anti-Flecken“ und „Extreme Frische“.

Soweit, so gut, nur: was mache ich, wenn mein Deo keine Ränder auf der Kleidung hinterlassen soll, meine Haut aber zudem auch noch empfindlich ist? Muss ich dann in den sauren Apfel beißen, und Flecken und Ränder hinnehmen? – Mal abgesehen davon, dass ich darüber jetzt nicht ins Schwitzen kommen dürfte, da ich ja kein „High Performance“-Deo nutze – von der unterlassenen Frische mal ganz zu schweigen!

Ich fühle mich da irgendwie in jedem Fall schlecht beraten..

Ich habe mein Anliegen mal L’oreal vorgetragen, mal sehen, was die antworten.

*Echter* Fußball!

Bevor die Jungs um den Kleinen Philipp heute Abend hoffentlich die Spanner nach Hause schicken, sollte vorher noch einmal dem einzig richtigen Fußball gedacht werden:

httpv://www.youtube.com/watch?v=yIReSJhQor0

Und merke: für die Aktionen gibt es Applaus, nicht Karten! 😉

Was ist schlimmer: Vuvuzelas oder Deppenhupen?

Ich bin unentschlossen. Vuvuzelas sind schlimm und nervig, und vor allem laut, und zusammen mit Nachbar Dennis bin ich wirklich geneigt, den Nachbarn mit der Tröte, der immer auf seinem Balkon übt, ausfindig zu machen, und ordentlich zu verhauen.

Auf der anderen Seite gab’s nach dem Spiel, in dem „England von Deutschland gemüllert“ wurde, wieder massiv Autokorsos, bei denen die Leute ihre Stumpfheit dadurch zum Ausdruck brachten, dass sie die Deppenhupe ertönen ließen.

Und die geht so: MEEP! MEEP! MEEMEEMEEP! – MEEMEE!MEE!-MEEP! MEE!-MEEP!

Grau!

en!

voll!

Ok, ich habe mich entschieden: Deppenhupen ist schlimmer. Aber es war ein knapper Sieg. Kein 4:1, wie gegen England.

ps: He England, über das nicht gegebene Tor nicht aufregen: Wembley, und so, ok? – Und in Eurem  Fall hätte es auch nichts mehr verändert. Und jetzt lasst uns alle Freunde sein. Und gebt Wayne Rooney eine Banana, der schaut schon ganz durcheinander.

Hinfort mit „Liebe Leser“! – Feines Google Chrome Plugin

Sowas feines, auch! – Damit man die Seite der Taz wieder lesen kann, gibt es dieses nette Plugin für Google Chrome: „Binnen-I be gone“ – So werden LeserInnen wieder zu Lesern! – Welche Freude, welche Erleichterung für mein wundes Auge!

🙂

Wer den Clou rausfindet, darf sich ein Eis kaufen!

..und ich sag mal: das Geschäft wird nicht gut laufen!

Klicke hier und zeig, wie findig Du bist! 😀

Einziger Hinweis: Übersetzung des Texts bringt Dich nicht weiter!

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