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Gruesse aus der Grossen Stadt

Kategorie: Schwarze Seite (Seite 1 von 9)

Pet Peeve: Leute mit Smartphone, die nach dem Weg fragen

Vorgestern, ganz dreist: das Häschen hat ein Smartphone in der Hand, Kategorie: Flagship. Und fragt nach dem Weg. Den zeige ich ihr dann: auf meinem Handy.

Das passiert mir tatsächlich häufiger.

Können die Leute ihr Smartphone nicht bedienen? – Oder sind denen Daten zu teuer, daher nehmen sie lieber meine?

Pro-Tip für den ersten Fall: mit den meisten Handys kann man mittlerweile reden:

[Ok Google|Hey Siri] zeige <Zielort> auf der Karte

nerv…

Wenn Atheisten wie Christen argumentierten…

Gute Unterhaltung! 🙂

Mein Nachwuchs ist nun acht Jahre alt, und ich muss mit ihm darüber sprechen, warum der gütige, christliche Gott seinen Sohn kreuzigen lässt. Man könnte das schon und durchaus auf die (lange) Liste seiner „dick moves“ setzen.

Reddit AMA eines Aussteigers aus der rechten online Szene

Sehr erhellendes AMA, das ich auch gerne Lehrern empfehlen möchte, die mit Schülern über Rechte, Ausländerhass, Propaganda und Online (laut Tagesschau heißt das wohl eigentlich „cyber“-irgendwas) sprechen wollen/sollen/dürfen.

Wer die Mechanismen und Motive kennt, fällt möglicherweise nicht mehr so schnell darauf rein.

(Die Hoffnung stirbt zuletzt!)

Link zum Reddit AMA

Kein SOS gefunkt; Rettung erfolgt

Schon interessant, dass Wulff scheinbar nun durch die Inkompetenz eines vielversprechenden Nachfolgers für den Kapitän der Titanic gerettet wird… – Kein Platz mehr präsidiale Fehltritte in den Medien. Wie er das jetzt wohl wieder hinbekommen hat? – Vermutlich waren da wieder seine „Freunde“ beteiligt…

Guttenberg wird fluchen, dass er den Einfall nicht hatte!

Silvana Koch-Mehrin: Ende der Doktorspiele, aber weiter MEP?

Ach, Mensch. Ich hielt sie ja vorher schon für strunz-doof, aber das jetzt:

Die zusammenkopierte Doktor-„Würde“ wurde ihr aberkannt, und nun prüft sie „juristische Schritte“, anstatt mal mea culpa zu sagen und alle Konsequenzen zu tragen, „wie ein Mann“ – was Gutti auch erst zwangsverordnet wurde (eher ein „Männchen“, also).

120 Plagiate auf 80 Seiten? – Sehr schön, Frau Koch-Mehrin, ist ja gut gelaufen!

Richtig ist natürlich, dass da die Prüfer der Arbeit schon nicht sorgfältig genug gearbeitet haben, aber trotzdem: das war Schwindel bis Betrug, und auch wenn unseren Volksvertretern eben das generell gerne nachgesagt wird, sollte es spätestens bei Offenlegung zum Rücktritt von allen Ämtern führen.

Mitglied des europäischen Parlaments möchte die „Dame“ aber bleiben. War es nicht aber so, dass das etwas war, worin sie ohnehin besonders schlecht war? Jedenfalls war sie nie da, wenn ich das richtig erinnere..

Silvy-Häschen: pack die Sachen, mach was Neues. Geh‘ mit den Göttern, aber geh‘!

(Ich wollte sie auf ihrer duften Homepage selbst dazu auffordern, aber Kommentare sind da nicht erlaubt. In ihrem vorletzten News-Artikel vom 6. April – wo die Diskussion schon in vollem Gange war, sie sich aber weigerte, sich dazu zu äußern – steht immer noch großspurig „Dr.“ SKM. Sicher ein Versehen, dass das noch nicht korrigiert wurde. Meine Email an den verantwortlichen der Seite ist schon raus…)

Assange != Wikileaks

Am 12. Juli hat Julian Assange die Gelegenheit, einem Berufungsrichter zu erklären, warum er nicht nach Schweden ausgeliefert werden sollte. Na, dann: viel Erfolg. Oder auch nicht.

Mich nervt das Gehabe. Ob er nun was gemacht hat oder nicht, jeder Bürger muss sich mit Anklagen auseinandersetzen. Herr Assange hat nun genug Penunsen und Bonusmeilen und kleines Gepäck um sich schnell woanders hin abzusetzen. Es sei ihm gegönnt. Aber das ganze Gewese darum, dass er nicht nach Schweden ausgeliefert werden soll, weil ihn dann als direkte Konsequenz daraus dann in den USA die Todesstrafe erwartet? – Oh, pleeeease!!

Den Verfolgungswahn muss man erstmal haben, und den hat er sich wohl Berichten zufolge fleißig herangezüchtet, schon lange vor den letzten Veröffentlichungen von Wikileaks. Wie auch oben: meinen Segen hat er! – Paranoia ist ja für alle da!

Was mich nervt, ist, dass Wikileaks überall so tut, als ob der Heiland ans Kreuz genagelt werden soll! Wikileaks ist eine Organisation. Assange ist nur ein Teil der Organisation – wenn auch ein nicht unwichtiger. Aber er ist nicht der Heiland, sondern ein einfacher Mann.

Seinen solchen sollte er auch stehen und nach Schweden gehen und seine schmutzige Wäsche sauber waschen.

…das die Klage an sich mehr als dubios ist, ist mal ein ganz anderer Schnack: soweit ich das verstanden habe, geht es darum, dass er „ungeschützten Geschlechtsverkehr“ mit zwei Damen gehabt haben soll, und zwar nach deren Ansicht ohne Einverständnis, was in Schweden ein Straftatbestand ist, der mässig übersetzt als „Vergewaltigung“ bezeichnet wird.

Warum muss ich aber deshalb bei Wikileaks Merchandising Artikel kaufen können, von denen der Gewinn daraus Assange vor Gericht unterstützen soll? – Das ist doch seine bloody Privatsache!

Gesucht wird hingegen immer noch etwas Kleingeld und Hilfe für Bradley Manning, der die teuer an die Weltpresse verhökerten Leaks bereitgestellt haben soll, und seit dem in einer Form von Isolationshaft in den USA einsitzt, die den Tyrannen dieser Welt noch ein, zwei Dinge über Missachtung der Menschenrechte beibringen könnte.

#fail!

„Sozialnetzwerkende“ Kandidaten bei der Hamburg-Wahl 2011?

Ich habe ja noch die Antworten der Kandidaten zum Thema Alkohol im Öffentlichen Personen Nahverkehr nachzutragen:

Herr Scholz hat es nicht nötig, einen seiner Vasallen abzustellen, mir auch nur eine Standardantwort zu schicken.

Nun denn, Herr Scholz, wir sind ja Nachbarn und sehen uns sicher Samstag wieder beim Brötchenholen, dann werde ich sie mal direkt fragen. Trotzdem bin ich etwas enttäuscht. Als er noch Minister war, hat er meine Emails immerhin noch persönlich beantwortet, und zwar dazu noch ausführlich und „nicht von der Stange“!

Herr Ahlhaus, der ungelenke Noch-Bürgermeister, der alles tut, um down-with-the-kids zu sein, hatte hingegen einen Büdel[1] übrig, und der schrieb mir folgendes zum Thema:

Bürgermeister Ahlhaus hat Ihre Mail mit Interesse gelesen und mich gebeten, Ihnen zu antworten.

Das halte ich für ein Gerücht, finde es aber sehr höflich.

Tatsächlich ist der Bürgermeister der Auffassung, dass ein Alkoholkonsum-Verbot im Öffentlichen Personennahverkehr ein Beitrag zu mehr Sicherheit in unseren Bussen und Bahnen wäre. Zwar schließt dies tatsächlich nicht aus, dass alkoholisierte Personen nach einem Fußballspiel oder von einem Kiez-Bummel mit den Bussen und Bahnen unterwegs sind. Erfahrungen in anderen Städten, wie Nürnberg oder auch hier im Norden im Metronom haben aber gezeigt, dass ein derartiges Konsumverbot ausgesprochen positive Auswirkungen auf das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste, aber auch die objektive Sicherheit und Ordnung in den Verkehrsmitteln hat. Demgegenüber ist es durchaus zumutbar, auf den in der Regel recht kurzen Fahrten im ÖPNV auf den Konsum von Alkohol zu verzichten. Dies entspricht im Übrigen auch der Auffassung des innenpolitischen Sprechers der SPD-Fraktion, Andreas Dressel.

So läuft der CDU-Wahlkampf in Hamburg: Es mag unpopulär erscheinen, aber die SPD sagt das auch, warum hacken immer alle auf uns Underdogs rum (die dabei aber noch den Bürgermeister stellen, und daher eigentlich selbstsicherer auftreten könnten!)!

[…]
Bürgermeister Ahlhaus hat mich gebeten, Ihnen die besten Grüße auszurichten.

Wieder mal (vermutlich) charmant gelogen, aber ich freue mich trotzdem über die Antwort.

Ansonsten ist noch nachzutragen, dass die meisten Kandidaten sich ja durchaus Mühe geben, überall im Netz präsent zu sein, nur leider immer nur in eine Richtung! – Auf eine Antwort von Herrn Scholz via Twitter warte ich immer noch. Der Account wird nur als Newsticker benutzt. Irgendwo stieß ich auch auf eine (die?) Kandidatin der Linken, Christin Bernhold und ihr Blog, in dem Diskussion oder Widerspruch (oder auch Zustimmung) ebenfalls nicht erwünscht ist: die Kommentarfunktion ist deaktiviert. Via Twitter nachgefragt, antwortete mir die Dame immerhin, und sagte, dass wir das gerne im „Realen Leben“ ™ besprechen könnten, was sehr nett ist, nur leider habe ich einen Job und ein Kind, und daher keine Zeit, mich tagsüber in Fußgängerzonen rumzutreiben – weswegen die Kommunikation via Internet, wenn die Medien schon genutzt werden, ja naheläge!

Naja: way to go, etablierte Parteien!

Man muss ja den Piraten nicht alles nachmachen, aber demokratischer und offener als bei denen geht’s wirklich nirgends zu.

Warten wir also ab, was der Wahlsonntag bringt! – Ich würde mich ja freuen, wenn Guidos Grinsebacken draußen bleiben, aber das ist nur meine Meinung.

In jedem Fall: geht Wählen, Kinder! – Genau so wie kein Alkohol (im ÖPNV) auch keine Lösung ist, ist es Nichtwählen in jedem Fall auch nicht[2]!

[1] Ich bitte die Wortwahl zu entschuldigen, der Herr war wirklich nett und bemüht, wie ich finde.

[2] Es sei denn, man wolle die Linke wählen, dann kann man es auch bleiben lassen. Mitmachen wollen sie ohnehin nicht, erst recht nicht in einer Koalition, und Zustimmung gibt es auch für nichts, nicht mal für eigene Herzensangelegenheiten.. – Ich kriege immer noch einen Hals, wenn ich lese, dass die Studiengebühren in NRW nicht abgeschafft werden, weil die Linke nicht mit zustimmt. Wollen die Genossen etwa Studiengebühren? -Aber nein! Sie wollen sie nur früher abschaffen, und stimmen daher dagegen! D’oh! *facepalm*

Wikileaks „Dinner For Free Speech“

Also, das ist irgendwie ..gruselig!

Via Facebook schlägt mir Wikileaks vor ein „Dinner for Free Speech“ zu veranstalten. Damit das auch gelingt, werden einige dufte Tips mitgeliefert:

Hello fans.
Hosting Your Dinner Party

Send this e-invitation to as many of your friends as you can. Your friends might want to host dinners too. In any event….. Decide to host a dinner yourself!
Have dinner at home, in a restaurant, in the street, in front of the TV with the kids….do your bit to encourage as many people from as you can to participate. The important thing is to raise awareness of the issue of free speech, and to pledge support for Julian’s Defence fund and/or WikiLeaks.
A specially recorded dinner speech will be provided by Julian Assange for you and your guests to broadcast at your dinner. This is only available to you when you enrol for this dinner event.
In order to host a successful dinner party, here are a few things that might be helpful to know:

a) Use this site to enrol for this Dinner event.

b) Invite your guests as soon as possible and be clear about who the invitation is from. Click Here for your e-invite.

c) If you’re not used to hosting dinner parties or are having trouble deciding what to cook, first decide on your menu – keep it simple and seasonal. Don’t be tempted to try something last minute, stick to what you know works. If you don’t have time to cook, you could get in a take-away, arrange to meet somewhere for street food or ask friends to contribute.
Make sure you get info from your guests on any special dietary requirements. Try to balance your menu…e.g. not too much heavy carbs or cream in every course! Food that is easy to cook and serve will ensure that you are relaxed for your guests and that everyone will have a good time leaving you with plenty of time to talk.

d) Plan ahead – if you’re eating at home, take time before your party to shop and prepare ingredients, plan your table setting and seating arrangements and make sure you’ve got the required cutlery and crockery for your menu. Perhaps some flowers or similar to make the table look „dressed“

e) Preview Julian’s speech before your guests arrive if you like. The speech will be available at the on this page. You can share this with your guests when everyone is seated for dinner. Help your guests join in with the interactive part of this dinner by providing a laptop at the table and allow guests to text, email and tweet between mouthfuls !

All that said, there are no rules really, you can do a party in what ever way you prefer….we just ask that the topic of conversation at your dinner is focused on Freedom of Speech

idea….If you’re having a few people for dinner, you could set a place for Julian (who sadly won’t be able to join you in person) and place your laptop in his place setting. Open the screen to face all the other guests and play Julian’s speech to everyone. After which you can discuss your thoughts, views and ideas by Twitter, Facebook, Blog.

This is a great chance to participate in a discussion on issues that are important worldwide. EAT, LISTEN and HAVE YOUR SAY!

Da geht’s aber um viel! – Erst „nur“ um „Free Spech“, dann plötzlich auch um „Julian’s Defence fund“ und natürlich(er): Wikileaks. Das ist aber alles ziemlich gemischt. Und ob Julian Assanges Gerichtsverfahren – welches ja noch nicht mal ansteht, er soll ja nur, dubios, befragt werden – nun Wohl und Wehe der freien Meinungsäußerung entscheidet, weiß ich nun auch nicht.

Ich finde, dass Herr Assange der Sache wegen erst einmal etwas zurückstehen sollte, um seine Angelegenheiten zu regeln. Seine verfahrenen Verfahren sind nicht das selbe wie Wikileaks, und sie sind garantiert nicht das selbe wie freie Meinungsäußerung.

Ich wünschte, dass das bei Herrn Assange nicht immer so durcheinanderginge.

– Und einen Platz für ihn am Tisch reservieren, und Leute zu versammeln, um SEINER Stimme zu lauschen, etc., das hat für mich alles etwas zu sehr was von Führerkult, muss ich sagen.

Daher: „dislike“.

Altona / Virchowstrasse: Bürgerbegehren gegen „Stay Alive“ ist gescheitert

Wie altona.info berichtet, ist das „Bürgerbegehren“ gescheitert, welches die Ansiedelung der Suchthilfeeinrichtung „ABC“  und „Stay Alive“ in der Virchowstrasse verhindern wollte. Ich freue mich. Die Gründe dafür sind hier nachzulesen (Achtung: (auch) polemisch!).

Den Ausgang hatte Hamburg 90,3 und das NDR Hamburg Journal schon im letzten Jahr vorhergesagt, was die Gutbürger zur Androhung rechtlicher Schritte in ihrem Blog veranlasste.

Seit dem ist dort allerdings auch kein Update zu lesen.

So ist das mit der direkten Demokratie, siehe auch der „Fall Ikea“ in Altona: alle wollen eine Volksabstimmung, aber nur dann, wenn sie zu ihren Gunsten verläuft. Und wenn nicht, wird mürrisch ein neues Volk verlangt.

Ich bin kein Freund direkter Demokratie, jedenfalls solange Blätter wie die „BILD“ noch so eine große Verbreitung und Einfluss haben. Aber wer das nun will, muss auch die Konsequenzen tragen.

Die Wahrheit ist: Wir sind was volkt! 😉

Zynismus vs. Sarkasmus

Da dachte ich doch all die Zeit ich wäre ein Zyniker! Aber: nicht so.

Die Allwissende Müllhalde lehrt:

Heute bezeichnet man als Zynismus zum einen eine Haltung, die in (oft absichtlich) verletzender Weise die Wertvorstellungen anderer herabsetzt oder missachtet, und zum anderen auch eine Haltung, die moralische Werte grundsätzlich in Frage stellt (und sich darüber hinaus manchmal auch über sie lustig macht). Auch eine hieraus folgende berechnend-amoralische Einstellung und Verhaltensweise kann Ausdruck dieser Haltung sein. Zynismus kann Folge und Anzeichen von Resignation sein. (Ein Zyniker ist jemand, der Ideale hat, aber zu wissen glaubt, dass sie nicht realisierbar sind.)

[…]

Zynismus wird sehr oft fälschlich als Synonym zum Sarkasmus verwendet. Während letzterer aber nur bitter-schwarzhumorige Aussagen bezeichnet, geht Zynismus eigentlich hierüber hinaus und bezieht sich auf den Charakter und die Weltsicht eines Menschen. Sarkasmus ist also nicht unbedingt eine Äußerung von Zynismus (so wie nicht jede boshafte Aussage ein Ausdruck von Bösartigkeit sein muss).

Wieder was dazugelernt! – Ich bleibe bitte bei bitter-schwarzhumorig, das genügt mir.

Und wo lernt man sowas? Richtig: bei Max Goldt! – Danke, Herr Goldt! 🙂

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