| Name | Retro Gaming Museum – Back to the Past (auch als „Computer und Gaming Museum Wien“ gelistet) |
| Adresse | Fritz-Grünbaum-Platz 1, 1060 Wien – im ehemaligen Luftschutzbunker am Esterhazypark, neben dem Haus des Meeres |
| Eröffnet | Juli 2023, gegründet von Markus Krainer |
| Fläche | rund 550 m² auf mehreren thematischen Räumen im Untergeschoss |
| Sammlung | über 1.000 Exponate, mehr als 30 spielbare Konsolen und Automaten |
| Eintritt | Erwachsene 14,90 €; ermäßigt ca. 9,90–12,90 €; Familienpakete ab 24,90 €; Jahreskarte 29,90 € |
| Öffnungszeiten | täglich 10–19 Uhr |
| Website | gamingmuseum.at |
Das Retro Gaming Museum liegt mitten in Wien-Mariahilf, direkt beim Haus des Meeres, und ist damit bequem mit der U3 (Station Neubaugasse) oder den Buslinien 13A, 14A und 57A erreichbar. Besonders ist schon der Zugang: Man steigt über Treppen in einen ehemaligen Luftschutzbunker unter dem Esterhazypark hinab, dessen Gänge und Betonwände bis heute sichtbar sind.
Eröffnet wurde das Museum im Juli 2023 von Markus Krainer, der die Idee nach dem Besuch eines Gaming-Museums in Berlin mitbrachte. Der Bunker hatte davor eine deutlich düsterere Vergangenheit: Bis zur Corona-Pandemie war dort ein Foltermuseum untergebracht, bevor Krainer den Ort bewusst in einen positiv besetzten Anziehungspunkt verwandelte. Das Museum wird ohne öffentliche Förderung privat betrieben und finanziert sich unter anderem über Sammlerspenden – mittelfristig ist eine Erweiterung auf rund 700 Quadratmeter und bis zu 15.000 Objekte geplant, mit dem erklärten Ziel, die weltweit größte spielbare Videospielsammlung aufzubauen.
Auf rund 550 Quadratmetern verteilen sich mehrere thematische Räume, die die Geschichte des Spielens von der Odyssey, der ersten Heimkonsole von 1972, bis zu aktueller VR-Technik nachzeichnen. Einzelne Zimmer widmen sich großen Herstellern wie Sega, Sony oder Xbox sowie Spielereihen wie Fallout, Wing Commander oder Sonic, dazu kommt ein im 90er-Jahre-Stil eingerichteter Raum. Anders als in klassischen Museen stehen die über 1.000 Exponate nicht nur hinter Glas: Mehr als 30 Konsolen und Automaten lassen sich tatsächlich anspielen, von Pong und Pac-Man bis Donkey Kong und Tetris.
Zu den Besonderheiten zählt die Bunker-Atmosphäre selbst: Original erhaltene Belüftungstechnik ist noch zu sehen, und die kühle Temperatur im Untergeschoss macht einen Besuch gerade an heißen Sommertagen angenehm. Ein eigener Bereich zeigt Projekte österreichischer Indie-Studios, kuratiert in Zusammenarbeit mit Enhydra Games. Ergänzt wird das Angebot durch Führungen, Audioguides auf Deutsch und Englisch, einen museumseigenen Podcast zur Videospielgeschichte sowie die Möglichkeit, die Räume für private Events zu mieten. Die Basis der Sammlung bilden übrigens drei private Sammler, die ihre persönlichen Bestände zusammengelegt haben.



