NameRetro Spiele Club Hamburg – das bespielbare Museum
AdresseFuhlsbüttler Straße 490, 22309 Hamburg – seit 2025 in einem ehemaligen Bankgebäude
Eröffnet2020 von Patrick Becher und Robin Lösch; Wurzeln in einem Computerspiele- und Technik-Handel der 1990er
Sammlungüber 50 spielbereite Stationen, die rund fünf Jahrzehnte Videospielgeschichte abdecken
Eintrittje nach Tag/Kategorie ca. 10–35 €, Ermäßigungen für Studierende und Retro-Card; Archivzugang +10 €
ÖffnungszeitenMo, Do, Fr 15–21 Uhr, Sa 13–18 Uhr; Di, Mi, So und Feiertage geschlossen – vor Besuch prüfen
Websiteretrospieleclub.de

Der Retro Spiele Club Hamburg versteht sich selbst als „bespielbares Museum“ und residiert seit 2025 an der Fuhlsbüttler Straße im Stadtteil Horn, direkt in einem ehemaligen Bankgebäude. Wie es sich für ein Institut mit Vergangenheit gehört, gehört zu den neuen Räumen auch ein ausgedienter Banktresor.

Die Wurzeln reichen bis in die 1990er-Jahre zurück, als aus den Archiven eines Computerspiele- und Technikhandels eine private Sammlung heranwuchs. Zum offiziellen Museum wurde daraus 2020, gegründet von Patrick Becher und Robin Lösch – wenige Monate bevor die Corona-Pandemie den Betrieb ausbremste. Finanziert wird der Club komplett ohne öffentliche Förderung, allein durch Eintrittsgelder und Spenden.

Über 50 Stationen decken rund fünf Jahrzehnte Videospielgeschichte ab, alles auf originaler, liebevoll gepflegter und teils restaurierter Hardware. Zu sehen und zu bespielen gibt es Klassiker wie Atari 2600, Commodore 64 und Amiga (inklusive der seltenen SX-64), aber auch Exotisches wie den 3DO oder den ostdeutschen Heimcomputer Robotron KC 87. Ein PC-Netzwerkbereich mit über 30 Plätzen ermöglicht gemeinsames LAN-Gaming, dazu kommen ein Flipperbereich, Lightgun-Stationen und Wände voller Big-Box-Spieleverpackungen aus den 80ern und 90ern.

Eine echte Besonderheit ist der alte Banktresor: Er dient inzwischen als erweitertes Archiv, das Inhabern einer Jahreskarte gegen einen kleinen Aufpreis offensteht und Hunderte weitere Spiele bereithält. Wer den Club betreibt, versteht sein Fach: Besucher beschreiben Patrick und Robin als wandelnde Lexika, die gerne und ausführlich über die Geräte erzählen. Über ein Patenschaftsprogramm lassen sich einzelne Automaten und Konsolen finanziell unterstützen, und der Club ist regelmäßig mit eigenem Stand auf Messen wie der Gamescom oder der Gamevention vertreten.