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Gruesse aus der Grossen Stadt

Kategorie: Burstmode [short|fast] Seite 1 von 32

Danke, Mopo, für die schonungslose Enthüllung des Schreckens durch den Terror!

Die armen, armen Hot Bandidoz. Der rechte Terror trifft uns da, wo es am meisten wehtut. Der Vorsitzende des Zentralrats der Hot Bandidoz-Fans spricht von einer schrecklichen Tat, und dass er sich als Bandidoz-Fan in Deutschland nun nicht mehr sicher fühlt.

Daran müssen wir als Gesellschaft nun gemeinsam arbeiten.

(#1 in „worst clickbait ever“ und „tone deaf to the max“, Mopo!)

Übersetzung gone bad: „Error“, die schlimme Übersetzung von „Reamde“ von Neal Stephenson

Meine Vermutung war, dass es sich um eine Maschinenübersetzung handelte, und zwar um eine, deren Güte vom aktuellen Stand der Maschinenübersetzung zum Glück längst überwunden wurde. Seelenlose Sätze, übersetzte Wortwörtlichkeiten, eins-zu-eins Redewendungen, die im Deutschen keinen Sinn ergeben,…

Und das fängt beim Titel an! – Es ist Science Fiction, steht als irgendwo hinten im Laden und Regal, in der Nerd-Ecke, es ist somit unwahrscheinlich, dass sich ein 1000 Seiten Werk von Neal Stephenson an ganz unbedarfte verkauft, auf jeden Fall möchte ich ausschließen, dass Leute zu diesem Buch greifen, für die „Reamde“ ein nicht zu durchdringendes Wortspiel darstellt!

Und „Error“? – Das Wort hat keinen Bezug zu gar nichts im Buch.

Das Buch enthält zahlreiche schlechte Übersetzungen, die einem den Magen undrehen. Ich habe den Übersetzer angeschrieben und gefragt, ob es sich um eine – zumindest teilweise – Maschinenübersetzung handelt, die vielleicht etwas vorschnell veröffentlicht wurde. Das schien mir plausibel: 1000 Seiten Popcorn-Unterhaltung, warum sollte man es sich da schwer machen. Er reagierte gefasst, aber deutlich ablehnend, und beklagte sich erst, dass ich keine Beispiele genannt hätte, dann, dass ihm diese (qualitativ) nicht genügen um darüber zu diskutieren. Nun, das muss er ja auch nicht. Er hat auch Bücher von Thomas Pynchon übersetzt, und zwar gut, es geht also auch anders, und darum erwähne ich seinen Namen hier nicht, ich möchte nicht oben in den Suchergebnissen zu seinem Namen mit der Geschichte auftauchen.

Dazu kommt, dass die Story von Neal Stephenson selbst leider ziemlich schlecht ist. Totale Willkür hat die Story über mehrere Kontinente und viel zu viele Seiten verteilt, und als Leser fragt man sich, was das eigentlich soll – und warum so lange!

Wenn ihr es trotzdem lesen wollt, dann wählt aber bitte unbedingt das englische Original!

Die Zeitungsleserin an sich.

Gestern ging ich durch einen Park und sah auf einer Bank eine Frau sitzen, die eine Zeitung las.

Jetzt mal scharf nachdenken: wann hast Du zuletzt jemanden in der Öffentlichkeit Zeitung lesen sehen? – Ich fahre mit den Öffentlichen zur Arbeit, aber auch da stelle ich fest: weit und breit kein Papier mehr in Sicht!

Das heißt natürlich nicht, dass keiner mehr Zeitung liest, oder wenigstens Nachrichten. Überhaupt ist der Unsinn von Mopo, Abendblatt oder Bild schwer erträglich, und sein mit Artikel 11 des neuen EU-Urheberrechts ja zu veranschlagender journalistischer Wert dürfte realistisch betrachtet nahe null liegen, aber nichtsdestotrotz: die Implikationen!

Früher gab es Angst, Hass, Titten und den Wetterbericht in der Bild. Das war schlimm, aber immerhin hatte man ein klares Bild vom „Gegner“ und dessen (vorgeschobenen) Argumenten. Jetzt muss man mit Leuten diskutieren, für die sogar noch die Bild Teil der bösen System-Presse ist!

Früher(tm) hieß es zudem, dass eine Ausgabe der Bild immer von 10 (zehn!) Leuten gelesen wird. Jetzt hat Springer seine Zahlwände im Internet hochgezogen, und selbst, wenn man freiwillig für deren Unfug zahlt: weitergeben kann man die ausgelesene Ausgabe noch lange nicht! – Oder sie in der Bahn, im Café, im Pub liegen lassen, damit jemand anders darin blättern kann.

Wie wird das die Gesellschaft verändern? – Das wird sich zeigen. Aber das eine drastische, schleichende Veränderung bereits stattgefunden hat, ist am Stadtbild deutlich zu erkennen…

Competition Pro: der Joystick

Ich habe mir eine Neuauflage des Competition Pro gegönnt: USB-Anschluss, seperat einstellbare Fire-Buttons. Klasse.

Bis dahin habe ich tatsächlich für Retro-Spiele noch meine etwa 30 Jahre alten Joysticks verwendet, mit Adapter auf USB und so. Das ging gut, und die Mikroschalter sind auch quasi unzerstörbar, wobei beim Spielen mit Thorsten mal ein Feuerknopf den Geist aufgegeben hat, und wir spontan den Stick aufgemacht und den defekten linken Button durch den intakten rechten ersetzt hatten.

Seit dem hält mein Zehnjähriger uns vermutlich für Elektronik-Götter. Reparieren kommt heutzutage ja nicht mehr so oft vor.

Jedenfalls spielte ich am Wochenende mit einem anderen alten Stick, der wirklich nur einen Feuerknopf besaß. Der eigentlich sehr plietsche Freund meines Bengels guckte erstaunt und fragte: wie geht das denn?

Da war ich denn etwas verwirrt. – Ich hielt den Stick mit spitzen Fingern und demonstierte: „Hoch! – Runter! – Links! – …“

„Ja, natürlich, aber wofür ist der Knopf?“

„Der Feuer-Knopf? Na, zum Feuern?“

„…Nur zum Feuern??“

Damit hatte ich nicht gerechnet: „die Jugend von heute“ erwartet scheinbar mindestens vier Action-Buttons. Das ein Spiel mit nur einem funktionieren kann: unglaublich!

Ich bin mir sicher, dass er das weitererzählen wird. – „Wirklich! Nur ein Knopf!!“ 🙂

Sind wir nicht alle etwas taupe?

Also: ich lernte ja irgendwann in den letzten Jahren, dass es eine Farbe geben soll, die taupe heißt.

Da bin ich ja eigentlich eher konservativ: ich finde, wir haben genug Farben, und bevor wir die nicht aufgebraucht haben, brauchen wir keine neuen erfinden, aber bittesehr.

Die Farbe fiel mir nun noch einmal bei der Auswahl von Balkon-Möbeln entgegen, und um die Frage der Aussprache der Farbe zu klären, schlug ich bei der Allwissenden Müllhalde nach. Der Eintrag hat sich gewaschen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Taupe

Zunächst einmal: man kann Taupe wie Raupe aussprechen, Toop (français! – häufiger), oder Toup (englisch).

Dann kann man dort ein paar schöne Beispiele sehen, was taupe für Töne hat, und daraus lernt man dann: eine ganze Menge! – Wikipedia listet acht verschiedene auf!

Immerhin haben die Autoren Humor:

Ursprünglich bezog sich die Farbe nur auf die (durchschnittliche) Farbe des französischen Maulwurfs. Wie bei den Farben Rosa oder Lavendel wurde der Begriff (im Fall von Taupe Anfang der 1940er Jahre) um eine breite Palette von unterschiedlichen Schattierungen erweitert. Inzwischen erklären die unterschiedlichen Fellfarben der Maulwürfe nicht das gesamte in den 2010er Jahren erreichte Farbspektrum.

Ich werde jetzt jede Farbe taupe nennen. Oder toop. Oder toup.

Beweist mir doch das Gegenteil!

Apropos Farben, dazu noch schnell eine Buchempfehlung: „Shades of Grey“ von Jasper Fforde. Farben in einem ganz neuen, sehr unterhaltsamen Kontext

In einer dystopischen, zukünftigen Welt hat die Gesellschaft ein Kastensystem, welches sich daraus ergibt, welche Farben die Menschen sehen können!

Triple J Hottest 100 – 2018

Am Wochenende war Australia Day, und also wieder Tag der Triple J Hottest 100! Triple J ist das „junge Radio“ der ABC (ja: Australien!), die wahre Trüffelschweine sind, was gute Musik angeht.

Die White Stripes habe ich dort zum Beispiel ein Jahr vor jedem Airplay in Deutschland gehört. Sie finden neue Künstler, sie fördern ihre australischen Eigengewächse. Das macht Spaß zu hören!

Für Interessierte gibt es bei Spotify die Playlist zum Nachhören:

Hier gibt es ein paar Statistiken zur Liste. 65 lokale Künstler in einer Best-of Liste eines Jahres zu haben finde ich schon ganz anständig. Und da sind nicht Gewaltdichter wie Revolverheld, Wincent Weiss oder Glasperlenspiel enthalten, die bei denkenden und fühlenden Menschen Würgereize (mindestens aber Mitleid) auslösen…

Der erste Platz ist übrigens am Ende der Liste, wie es sich gehört: „Confidence“ von Ocean Alley.

Nie vorher gehört. Klingt gut!

Eurowings: ein schlechter Witz, keine Airline

Ja, gut – Thorsten hat mich ja gewarnt: buche nicht bei Eurowings, die stornieren einfach so, sind nicht erreichbar, …

Aber ich wollte ja nicht hören. Und ich buchte. Und mein Flug wurde abgesagt. Und der Alternativ-Flug kostet mich über zwölf Stunden, über den ganzen Tag, statt zwei am Abend. Und umbuchen online kostet Geld(!!). Und deren Hotline ist kostenpflichtig. Dann versuchte ich es per Mail und bekam folgendes zurück:

Un. Fscking. Believable.

Sechs. Wochen.

Man fragt sich schon, ob die Damen und Herren glauben, Ihr Geschäft wäre Forstwirtschaft, wo solche Fristen vielleicht akzeptabel sind. Bäume wachsen ja nicht von heute auf morgen. Oder Geologie — was mit Gletschern und Kontinentaldrift, da kann ich mir solche Antwortzeiten durchaus erklären!

Worst airline ever. Niemals wieder.

Marketing gone terribly wrong: was macht’s denn, VW?

Also: VW hat da irgendwie eine neue Tochter am Start: Moia. Und woanders (nicht auf der Seite) las ich was von elektrisch betriebenen Sammelkleinbussen.

Warum kann man das nicht auf der Laberbacken-Webseite lesen? – Da steht schlicht gar nichts zum Inhalt, was schon sehr beeindruckend ist.

Und zum Start gibt es einen Imagefilm, der solange keinen Ton hat, bis man überzeugt ist, dass man den Ton abgedreht hat. Und dann wird es natürlich plötzlich sehr laut.

Mann, VW, das ist die schlimmste Marketing-Schwurbel-Website, die ich seit ewig gesehen habe!

Nachtrag: oh, doch ein paar Infos, nur nicht über die Navigation erreichbar! Es hilft sicher der Link auf „Vehicle“. Oder auch nicht: https://www.moia.io/de/vehicle/

Dicker Schal und knöchelfrei
ist das neue Arschgeweih

Plural von „Schal“ übrigens „Schals“ oder „Schale“ – geht beides!

Google: neu von der CES — Google Assistant Smart Display

Das kann nicht sein! – Ein Display, auf dem der Google Assistant läuft? Verrückt! Wohin soll das führen? Nächstes Jahr bekommen die Dinger Akku und SIM-Karte, und dann kann man die vielleicht sogar in der Hosentasche mitnehmen! /sarcasm

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